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Packendes Duell um die Meisterschaft
SSV ´91 Kleingeschwenda – SV Siemens Rudolstadt Youngster 2:3 (26:24; 22:25; 25:22; 24:26; 15:17)
Das Spiel des Jahres in der Stadtliga stand an. Meister gegen Tabellenführer. Direkte Entscheidung um die Meisterschaft. Und das Spiel hielt, was es versprach. Hohes Niveau und Spannung vom ersten bis zum letzten Ballwechsel. Durch die 3:0 Hinspielniederlage war die Hypothek für Kleingeschwenda groß. Ein 3:0 Heimsieg musste her, um die Meisterschaft noch zu drehen. Dass man nicht auf seine Stammformation zurückgreifen konnte und Siemens mit reichlich Regionalligaerfahrung und einer enormen Fan-Schar anreiste, machte dieses Unterfangen nicht gerade einfacher.
Der Start in den ersten Satz gelang mit einer 7:1 Führung aber grandios. So schnell wie die Führung da war, war sie aber auch wieder weg. Rudolstadt drehte nach kleinen Startschwierigkeiten auf und glich bereits bei 9:9 wieder aus. Die erste Auszeit brachte Kleingeschwenda dann auch wieder in die Spur. Selbiges wiederholte sich kurz darauf wieder. Die 4-Punkte-Führung des SSV glich Siemens beim 16:16 wieder aus. Mit der nächsten Auszeit wurde aber auch diese Aufholjagd unterbrochen. Im restlichen Satz setzte sich kein Team mehr als 2 Punkte ab. Interessant waren auch die unterschiedlichen Spielanlagen. Die Gäste hatten im ersten Satz die Mitte im Griff und holten ihre Punkte hauptsächlich dort. Die Hausherren punkteten dagegen konstant über Außen und Diagonal. In der entscheidenden Satzphase profitierte Kleingeschwenda davon, dass die Gäste ein paar Bälle knapp ins Aus schlugen.
Der zweite Satz begann umgekehrt zum ersten Satz. Siemens legte stark los und Kleingeschwenda hatte, durch zu viele Eigenfehler, Probleme am Block vorbeizukommen. So entwickelte sich vorerst eine deutliche Gäste-Führung von 5-6 Punkten. Auch die Feldabwehr war nicht auf der Höhe und musste viele Leger der Gäste fallen lassen. Wiederum eine Auszeit bei 12:18 rüttelte die Männer von der Saalfelder Höhe dann aber wach. Punkt für Punkt wurde der Rückstand abgeknabbert, sodass man pünktlich zur entscheidenden Phase wieder in Schlagdistanz war (22:23). Die Rudolstädter behielten dann aber einen kühlen Kopf und verbuchten noch die letzten zwei Punktgewinne zum Satzausgleich.
Im dritten Satz stellten die Hausherren die Fehler dann wieder ab und gingen von Beginn an in Führung. Auch die Mittelblocker konnten nun deutlich besser ins Spiel integriert werden, sodass man variabler spielen konnte. Die Gäste liefen so immer einem kleinen Rückstand hinterher, ließen sich aber nie abhängen. In den entscheidenden Momenten war aber der Diagonal Angreifer der Hausherren zur Stelle, um die 2:1 Satzführung einzufahren.
Der vierte Satz erinnerte wieder sehr an den zweiten Satz. Die Männer von der Saalfelder Höhe hatten anfänglich wieder große Probleme zu Punkten zu kommen. Die Gäste nutzten das mit fehlerfreiem Spiel aus und gingen wieder deutlich in Führung. Abermals in diesem Spiel hatte eine deutliche Führung aber nichts zu sagen. Der SSV biss sich Punkt für Punkt wieder heran. Im Gleichschritt ging es dann zum Satzende. 24:24 – 3:1 Heimsieg oder Tie-Break, alles war möglich und die Spannung in der Halle war greifbar. Mit zwei sehenswerten Angriffen konnte sich Siemens dann aber noch in den Tie-Break retten.
Das Spiel bekam also was es verdient hatte. Einen alles entscheidenden fünften Satz. Auch dieser begann mit einer Serie. Diesmal waren es die Gäste, die bis zum Seitenwechsel, beim Stand von 3:8, alles im Griff zu haben schienen. Die Hausherren besonnen sich nach dem Seitenwechsel wieder auf ihre Heimstärke und nutzten die Halle für einige spektakuläre Punkte voll aus. Siemens schien nun verunsichert und der Vorsprung schmolz Punkt um Punkt. Pünktlich zum Matchball (14:13) übernahm Kleingeschwenda erstmals die Führung. Aber auch zu diesem Zeitpunkt hatte das Spiel noch eine Wendung parat. Kleingeschwenda schlug die folgenden zwei Angriffe in den Block und ins Aus und plötzlich hatte Siemens Matchball. Kleingeschwenda versuchte es nochmals mit einer Auszeit, in der expliziert vor einer Angabe in die Mitte gewarnt wurde. Es kam, wie es kommen musste. Die Gäste beendeten das mitreißende Spiel mit einem Ass in die Mitte. Da es im Volleyball kein Unentschieden gibt, ist Siemens der verdiente Sieger, da sie in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven hatten, während Kleingeschwenda den verpassten Chancen hinterher trauert.
SV Thuringia Königsee - VSV Kaulsdorf 3:1 (25:18, 25:23, 18:25, 25:13)
Am 2. März 2026 lieferten sich der VSV Kaulsdorf und der SV Thuringia Königsee ein intensives und temporeiches Stadtliga-Duell mit zahlreichen langen Ballwechseln und großem Kampfgeist auf beiden Seiten.
Königsee erwischte den besseren Start und setzte mit druckvollen Aufschlägen sowie starken Blocks früh Akzente. Durch variable Angriffe und ein gutes Auge für freie Räume setzte das Team die Vorgaben des Trainers konsequent um und sicherte sich die ersten beiden Sätze. Besonders im zweiten Durchgang zeigte Königsee Nervenstärke in der entscheidenden Phase.
Kaulsdorf bewies im dritten Satz Moral und erhöhte deutlich den Druck im Angriff. Mit mehr Konsequenz im Abschluss und stabilerer Feldabwehr kämpfte sich das Team zurück ins Spiel und verkürzte verdient auf 1:2.
Im vierten Satz übernahm Königsee jedoch wieder die Kontrolle. Mit klarer Struktur im Spielaufbau und effektiver Blockarbeit ließ man nichts mehr anbrennen und machte den 3:1-Erfolg perfekt.
Trotz der Niederlage zeigte Kaulsdorf eine engagierte Leistung, musste sich jedoch durch einige Abstimmungsprobleme geschlagen geben. Königsee überzeugte insgesamt mit Spielfreude, taktischer Disziplin und mannschaftlicher Geschlossenheit.
Ein spannender und sehenswerter Spieltag für alle Beteiligten.
VC Schwarza 1983 – SV 1860 Oberweißbach 0:3 (22:25, 19:25, 22:25)
Schwarza hatte die herbe Niederlage aus dem Hinspiel noch im Hinterkopf und wollte sich entsprechend revanchieren. Dies klappte anfangs gut, man ging schnell mit 6:1 in Führung. Oberweißbach fand sich dann ebenfalls gut ins Spiel ein und glich erstmals zum 10:10 aus. Anschließend sah man ein ausgeglichenes Spiel bis zum 20:20, wobei der VC einige Aufschlagfehler zu verzeichnen hatte. Die Gästeangreifer verschlugen ebenfalls einige Bälle im ersten Satz, bewahrten aber am Satzende die Nerven und tüteten den Satz ein. Der zweite Satz begann wieder ausgeglichen, bevor die Gäste durch eine gute Aufschlagserie davonzogen und nach Sätzen 2:0 führten. Schwarza rappelte sich noch einmal auf und führte souverän bis 13:5, brach dann völlig ein und Oberweißbach glich zum 14:14 aus. Anschließend wogte das Spiel hin und her, bevor die Gäste wieder am Satzende gute Bälle spielten und somit 3:0 ein äußerst faires Spiel gewannen.