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Aussichtsloses Spiel noch gedreht
SV 1860 Oberweißbach - SSV 91 Kleingeschwenda 2:3 (25:18, 25:11, 18:25, 15:25, 11:15)
Ein absolutes Highlight stand am zehnten Spieltag der Stadtliga für die Oberweißbacher auf dem Programm, aus Kleingeschwenda stand der letztjährige Meister auf dem Parkett. Voller Vorfreude und Anspannung ging man mit dem Wissen in diese Partie, die Gäste in der letzten Saison zu Hause geschlagen zu haben. Das Ziel konnte nur der erneute Sieg sein. Die Gäste waren ersatzgeschwächt angereist, beide Zuspieler krankheitsbedingt verhindert. Jedoch sollte diese Tatsache im Spielverlauf entscheidend sein. Der erste Satz begann auf Seiten des Heimsechsers ziemlich nervös. Kleingeschwenda hingegen konnte man nicht anmerken, dass entscheidende Spieler fehlten. Sie gingen ziemlich deutlich mit 2:7 in Führung. So einen Start hatten sich die Fröbelstädter nicht vorgestellt. Fortan spielten sie konzentrierter und zogen ihre Angriffe druckvoll durch. Weiterhin gelangen kleine Aufschlagserien, während auf der Gästeseite Annahmeprobleme entstanden. Bei den Männern von der Saalfelder Höhe kam dadurch wenig Angriffsdruck zu Stande und Oberweißbach konnte sich Satz eins mit 25:18 holen. „Bloß nicht nachlassen!“, war die Zielstellung im zweiten Satz. Es dauerte nicht lange und Oberweißbach führte ziemlich deutlich, Kleingeschwenda war ziemlich entnervt. Ein deutlichen Satzgewinn von 25:11 war nicht denkbar, aber Realität geworden. Was für ein Spiel...
Jeder in der Halle ging zu diesem Zeitpunkt von einem klaren Dreisatzsieg für Oberweißbach aus. Aber da hatten sie die Rechnung ohne die Gäste gemacht. Der mitgereiste, jedoch erkrankte Zuspieler der Gäste konnte sich dieses Spiel nicht länger von der Bank anschauen. Er stellte sich zu Beginn des dritten Satzes aufs Feld, um seiner Mannschaft noch einmal Leben einzuhauchen. Die Köpfe seiner Kameraden gingen sofort wieder hoch und mit einer ganz anderen Körpersprache versuchten sie das scheinbar Unmögliche möglich zu machen. Der Heimsechser dagegen wurde unkonzentrierter und es schlichen sich vermehrt Fehler ins Spiel ein. Kleingeschwenda kämpfte sich mit dem Satzgewinn von 18:25 wieder ins Spiel. Jetzt war man gewarnt, aber es passierte das, was den Volleyballsport so interessant macht. War doch Oberweißbach im zweiten Satz in den Köpfen der Gäste, war nun Kleingeschwenda in den Köpfen der Gastgeber. Sie holten sich den vierten Satz mit 15:25. Dramatik pur wurde den zahlreichen Zuschauern geboten. Nun stand der Tiebreak an, beide Teams mobilisierten alle Kräfte. Beim Stand von 6:8 wurden die Seiten gewechselt, alles war noch möglich. Aber Kleingeschwenda war wie im Rausch, sie holten sich die entscheidenden Punkte und den Sieg mit 11:15 bzw. 2:3. Dieses Spiel war an Höhepunkten und Dramatik nicht zu toppen. Die Oberweißbacher gratulieren den Kleingeschwendaern zum Auswärtssieg. Man war kurz vor einer Sensation, aber es gehören nun mal drei gute Sätze zu einem Sieg.
SV 1883 Schwarza FES – VC Schwarza 1983 3:1 (25:11, 25:17, 19:25, 25:21)
Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel wollten sich die Aktiven von FES natürlich rehabilitieren. Und das gelang ihnen auch. Besonders in den ersten beiden Sätzen spielten sie sehr druckvoll und kompakt, während der VC lethargisch und fehlerhaft agierte. Entsprechend deutlich gestalteten sich die Satzstände. Ab dem dritten Satz sahen die Zuschauer dann endlich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum 18:18 gestaltete sich der dritte Satz sehr ausgeglichen, dann passte es auf einmal im Spiel des VC und mit viel Kampfgeist wurde auf 1:2 nach Sätzen verkürzt. Im vierten und letzten Satz der Partie wurde deutlich, warum der VC an diesem Abend nicht gewinnen konnte. Teilweise schwach in der Annahme, vertändelte Angriffe und andererseits gute Spielzüge, die aber zu selten gezeigt wurden. FES spulte sein gewohnt sicheres Volleyballspiel ab und gewann am Ende verdient in einer fairen Begegnung.
VC Netzmeister Neuhaus - SV Siemens Rudolstadt Oldstars 0:3 (18:25, 23:25, 18:25).
Das erste Heimspiel des neuen Jahres brachte für den VC Netzmeister Neuhaus erneut keinen Erfolg. Gegen die routinierten Oldstars des SV Siemens Rudolstadt setzte es trotz einer klaren Leistungssteigerung zum letzten Spiel gegen Kaulsdorf eine 0:3-Niederlage. Nach einem guten Start (6:4) gerieten die Neuhäuser jedoch schnell dauerhaft in einen Rückstand von zwei bis drei Punkten. Die stabile Feldabwehr der Gäste sowie deren überlegte Angriffe verhinderten, dass der VC den Satz noch drehen konnte. Für den zweiten Durchgang stellte Neuhaus um und brachte frische Kräfte. Besonders in der Annahme und im Zuspiel sorgten diese für mehr Ruhe und Stabilität. Die Gastgeber erspielten sich eine frühe Führung, doch die erfahrenen Rudolstädter ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Kurz vor Satzende nahm der SV eine Auszeit – und die Neuhäuser verloren den Faden. Trotz einer engagierten Leistung ging auch dieser Satz knapp mit 23:25 verloren. Im dritten Satz versuchte der VC-Netzmeister mit einer weiteren taktischen Anpassung, das Spiel doch noch zu wenden. Mehrfach setzten die Hausherren starke Angriffe, doch der gut organisierte Rudolstädter Sechser entschärfte viele dieser Aktionen und punktete im Gegenzug mit einfachen, aber äußerst effektiven Bällen. Mit 18:25 ging schließlich auch der dritte Satz an die Oldstars, die ihren verdienten Auswärtssieg bejubelten.
Zur Tabelle: https://www.ssv-kleingeschwenda.de/volleyball/stadtliga-team/tabelle